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Buchweizen: klein, fein und gesund!
Buchweizen ist ein Pseudogetreide, welches sehr viele gute Eigenschaften mit sich bringt.
Ursprünglich aus China stammend, gelangte das kleine Körnchen über Handelswege nach Europa.
Unsere Vorfahren haben Buchweizen zum Beispiel in Ostpreußen oder in der Lüneburger Heide angebaut. Es galt als "Arme Leute"-Essen und trug den schönen Namen "Heidenkorn".
Heute noch wird in Russland sehr viel mit Buchweizen gekocht, und sogar in der Türkei haben wir in unserem letzten Urlaub türkische Buchweizenpizza bekommen.
Buchweizen enthält Ballaststoffe, wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Eisen und Zink, und er ist von Natur aus glutenfrei.
Wir essen Buchweizen schon lange, da er sehr lange lagerfähig ist und auch roh gegessen werden kann. Ich keime die Körner und stelle gerne Rohkost-Müsli oder Breie damit her. In letzter Zeit experimentiere ich auch mit Buchweizenmehl im Brot oder als Pfannkuchen.
Buchweizen ist ein sehr robustes und anspruchsloses Gewächs, ein Knöterich sozusagen, welches mit Sauerampfer verwandt ist. Man kann es eigentlich überall anbauen, sogar auf kargem Boden. Hat man Buchweizen im Garten, freuen sich die Bienen sehr darüber, denn der Buchweizen liefert sehr viel Pollen, sogar bis in den September hinein. Buchweizen ist frostempfindlich, kann aber als Gründünger bzw. Mulch einfach liegengelassen werden.
Schaut mal an bekannter Stelle für Rezepte, da stelle ich nach und nach welche rein!
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11.06.12026, 21:46
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.06.12026, 00:33 von THT.)
Ich möchte noch ein paar Anmerkungen hinzufügen, da mir Buchweizen ja normalerweise nicht so sehr schmeckt. Neuerdings hat Pamina aber einige Wege gefunden, auch erhitzte Buchweizengerichte lecker zu gestalten.
Roh und gekeimt wandeln sich diese Körner allerdings komplett: (es geht frisch oder zwecks Lagerung und "knackigem Effekt" nach der Keimung getrochnet bei max. 42 Grad):
- Wie bei allen gekeimten Samen: Phytinsäure wird abgebaut und die Bioverfügbarkeit der Eiweiße und Mineralstoffe stark erhöht (lebendige Nahrung). Stärkegehalt sinkt.
- Der Geschmack wird extrem nussig und hat nicht mehr diesen typischen, seltsamen Nachgeschmack!
- Überlegene Eiweißquelle: Alle 9 essenziellen Proteine sind enthalten. Insbesondere aber Arginin und Lysin in sehr großen Mengen, welche durch die Keimung nochmal besser verwertet werden können.
- Viel Magnesium als Gegenspieler zu Kalzium immer enthalten, auch gekocht/ungekeimt.
- Nochmals deutlich erhöhter Gehalt an Rutin ("Antioxidans"), welches auch die Gefäße schützt und Durchblutung fördert.
- Es bildet sich durch die Keimung das bekannte Coenzym Q10 (Energielieferant für Mitochondrien) und wird verfügbar, wenn der Buchweizen mit Öl/Fett kombiniert wird, wie zum Beispiel in einem Salat mit Olivenöl oder in einer Müslischale mit Mandelmilch auch sehr lecker zusammen mit weiteren, kompatiblem Proteinquellen wie geschälte Hanfsamen.
Ein paar Details:
L-Arginin: Gefäßunterstützend durch Vorstufe zu Stickstoffmonoxid (NO), welches das Signalmolekül für den Kreislauf ist. Zusammenhang wurde erst 1998 entdeckt.
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0033-1350779.pdf
Warum erst so spät entdeckt?
-> Weil die Medizin noch immer das Märchen vom Herz als reine Pumpe glaubt! Die Wirklichkeit:
Kreislauf selbst wird durch die Gefäßbewegungen und Gefäßbeschaffenheit (Wirbelstrukturen) erzeugt, das Herz ist die Energiezentrale zur Ladung des Blutes und der Strömungsimpulsgeber.
L-Lysin: Wird benötigt, um andere Eiweiße im Körper zu bilden. Auch Basis für Muskelbildung. Kollagen und Elastin werden auch daraus gebildet. Also damit wichtig für alles was mit Haut und Knochen zu tun hat.
Auch die Kalziumeinlagerung in die Knochen/Zähne wird durch Lysin gefördert. Dies hat auch den Nebeneffekt, daß die Verkalkung des Gehirns und der Gehirndrüsen (!) vermieden werden kann (kombiniert mit Vitamin D/K2 und Krafteinwirkung auf die Knochen über Sport oder entsprechende körperliche Arbeit).
Im Schnitt nehmen die Leute ja eher etwas zuviel Kalzium auf (vor allem "schlechtes Kalzium" via pasteurisierter Milch), daher ist es wichtig, die Impulse so zu setzen, daß das Kalzium dorthin gelangt, wo man es benötigt, anstatt daß es eben unkontrolliert an Gefäßwänden abgelagert wird:
Eben via D2/D3 (vom Darm zum Blut, Quelle D3 via Sonne, D2 via Pilze etc.) und K2 (vom Blut zu den Ziel-Zellen, ausreichend in z. B. Natto, Sauerkraut etc.).
An den Zellen (Zellwände) ist dann schließlich das Magnesium (auch viel im Buchweizen enthalten) wichtig, um den Kalziumspiegel zu kontrollieren bzw. zu dosieren.
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Vielen Dank, sehr interessante Ausführungen, THT. Ich möchte noch anmerken, dass L-Arginin und L-Lysin nicht zusammen eingenommen werden, da sich die Wirkung gegenseitig aufhebt. Das eine ist sozusagen das Gegenteil vom anderen. Beide Aminosäuren sind strukturell verwandt und nutzen deshalb im Darm dieselben Transportwege. Eine gleichzeitige Einnahme führt dazu, dass sie um die Aufnahme konkurrieren, wodurch die Resorption beider Stoffe erheblich verringert wird. Also besser morgens das eine und abends das andere. L-Arginin wirkt übrigens gefäßerweiternd und macht die Gefäße geschmeidig und dehnbar.
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12.06.12026, 00:24
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.06.12026, 10:23 von THT.)
Ja, ich erinnere mich an dieses Kombinationsproblem. "Arginin mit Citrullin ja, Lysin nein", hieß es. Danke für den Hinweis hier!
Allerdings gelten solche "Regeln" bei der Aufnahme von Lysin und Arginin via Buchweizen oder generell Lebensmitteln nicht. Die Natur hat hier mittels Einbettung der Proteine in der Pflanze und damit gepufferte Abgabe im Darm, vorgesorgt. Das Beispiel Buchweizen ist auch sehr gut geeignet, diesen Unterschied der Nährstoffaufnahme "Pulver" vs. "Nahrung" aufzuzeigen. Denn via Buckweizen können beide Proteine gleichzeitig aufgenommen werden, da die Darmrezeptoren nicht "geflutet" werden.
Argininpulver und Lysinpulver müßten entsprechend getrennt eingenommen werden.
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