Haferflocken
#1
Haferflocken sind reich an wertvollen Nährstoffen wie Ballaststoffen, Magnesium, Eisen und Zink. Eine der Hauptkomponenten, die Haferflocken so gesund machen, ist Beta-Glucan – eine lösliche Faser, die nachweislich den Cholesterinspiegel senken und die Herzgesundheit fördern kann. Darüber hinaus stabilisieren Haferflocken den Blutzuckerspiegel, was sie zur idealen Grundlage für ein nährstoffreiches Frühstück macht.

   

Die Meisten genießen Haferflocken jedoch ohne spezielle Vorbereitung, was ihre Verdaulichkeit und Nährstoffaufnahme einschränken kann.


Die Vorteile des Einweichens von Haferflocken

Das Einweichen von Haferflocken ist eine einfache Methode, die Verdaulichkeit zu verbessern und die Nährstoffaufnahme zu maximieren. Die drei wichtigsten Gründe, warum man Haferflocken richtig zubereiten sollte:
  • Einfachere Verdauung: Durch das Einweichen von Haferflocken wird die Stärke im Hafer abgebaut, was die Verdauung erleichtert. Besonders für Menschen mit empfindlichem Magen kann das Einweichen eine große Entlastung sein und dafür sorgen, dass Haferflocken besser vertragen werden.
  • Förderung der Buttersäureproduktion: Beim Einweichen entstehen Milchsäurebakterien, die im Dickdarm Buttersäure produzieren. Diese Säure wirkt entzündungshemmend und unterstützt die Darmgesundheit. Eine gesunde Darmflora stärkt das Immunsystem und fördert das allgemeine Wohlbefinden.
  • Bessere Nährstoffaufnahme:
    Haferflocken enthalten Phytinsäure, die Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Kalzium binden kann. Durch das Einweichen wird die Phytinsäure abgebaut, wodurch dein Körper die enthaltenen Mineralstoffe besser aufnehmen kann.

So weicht man Haferflocken richtig ein

Haferflocken richtig zuzubereiten ist unkompliziert und erfordert nur wenige Minuten Vorbereitung.
Gib eine Portion Haferflocken in eine Schüssel oder ein Glas. Bedecke die Haferflocken mit lauwarmem Wasser (am besten Lauretana oder gutes Quellwasser) – das hilft, den Einweichprozess zu beschleunigen.
Lass die Haferflocken über Nacht oder mindestens 8 Stunden stehen.
Optional: Füge einen Spritzer Zitronensaft oder Apfelessig hinzu, um die Phytinsäure weiter abzubauen.
Am nächsten Morgen sind die Haferflocken verzehrbereit und besonders leicht verdaulich.

Bio-Haferflocken verwenden, um Chemikalien und Pestizide zu vermeiden. Falls man Probleme mit Gluten in der Ernährung hat, sollte man speziell ausgezeichnete glutenfreie Haferflocken verwenden, zwecks eventuellen Glutenrückständen. Glutenunverträgliche müssen glutenfreie Haferflocken verwenden, weil zwar Hafer von Natur aus wenig des problematischen Gluten-Proteins (Gliadin) enthält, aber bei Anbau, Ernte und Verarbeitung durch Weizen, Gerste oder Roggen kreuzkontaminiert (verunreinigt) wird, was bei Zöliakie-Betroffenen starke Reaktionen auslösen kann. Nur speziell zertifizierter, glutenfreier Hafer wird so angebaut und verarbeitet, dass er frei von diesen Verunreinigungen ist und das gesetzliche Grenzwert (< 20 ppm) einhält.


Fortsetzung folgt ...
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#2
Ich wurde gefragt, wieviele Haferflocken pro Tag für Frauen für eine ausgewogenen Ernährung, um satt zu bleiben, in etwa sind. Es sind 30 bis 60 Gramm Haferflocken pro Tag, diese Menge sollte nicht überschritten werden.
Und bei Männern können täglich 40 bis 60 Gramm Haferflocken als normale Portion gegessen werden.
Haferflocken haben viele Kalorien, deshalb sollte man sie auch sparsam verwenden!
Tue was Du willst, aber wisse was Du willst!
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#3
Wir hatten uns bisher die Haferflocken immer "frisch gequetscht" aus den ganzen, unbehandelten Körnern.
Das frische Quetschen stellt sicher, daß man unbehandelte Haferflocken hat. Denn die meisten Flocken, die man so kaufen kann, sind nicht in Rohkostqualität. Sie werden gedämpft und getrocknet, bevor sie gewalzt werden, eben um sie haltbar zu machen (Haferflocken werden frisch schnell ranzig).

Seit einem Jahr verwenden wir auch gekeimte Haferflocken, die bei 42° C getrocknet wurden. Durch das Ankeimen wird der Nährstoffgehalt nochmal etwas erhöht und verfügbarer gemacht und die oben angesprochene Phytinsäure reduziert.

Dieses Produkt haben wir immer auf Vorrat, und es hält auch relativ lange bei guter Lagerung (also länger als 1 Jahr):

https://raw-living.de/raw-superfoods/nuesse-samen/gekeimtes-aktiviertes/gekeimte-haferflocken-bio-roh

Man kann das auch selbst machen, aber die Arbeitsschritte: "Ankeimen, Walzen, Trocknen" sind bei uns nicht immer möglich, schon alleine deswegen, weil oftmals im Trockner schon andere Sachen den Platz belegen.

Was man natürlich machen kann: Nackthafer in kleineren Mengen ankeimen und dann frisch walzen und zügig verbrauchen. Das spart den langwierigen Trocknungsprozess in Rohkostqualität.

Wie auch immer, ich werde jetzt auch wieder zwischendurch "normale", frisch gequetschte, aber ungekeimte Haferflocken richten, denn die von Sirona vorgestellte Methode "Einweichen mit Zitronensaft" scheint ja auch schon eine praktikable Lösung zu sein.
Erst wissen, dann denken. Erst denken, dann reden.
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