28.09.12006, 02:19
Hallo, Paganlord,
tja, da ist was dran. Allerdings, ich bin kein Baum.
Weisst Du mit absoluter Sicherheit, wie ein Baum ein schlimmes Ereignis in seiner Nähe "bewertet"? Weisst Du, ob ein Baum nicht auch (im Rahmen seiner Möglichkeiten, wie auch immer die aussehen mögen) irgenwie interagiert?
Ich stimme Dir insofern zu, dass das Unterlassen der Bevormundung anderer Menschen sicherlich keine negativen Nachwirkungen nach sich zieht.
Programmatische Besserwisserei nervt nur und kann durch Trotzreaktionen sogar zu den eigenen Absichten widerlaufenden Resultaten führen.
Allerdings gibt es m.E. nach durchaus Situationen, wo jemand Hilfe aktiv erbitten würde, es aber aus verschiedenen Gründen nicht kann --> z.B. er sei bewusstlos.
Ich selber wäre auch wenig erfreut, wenn ich nach Hause käme und dieses wäre abgebrannt und der Nachbar säße auf seiner Terasse und erklärte mir, er hätte die Feuerwehr nicht benachrichtigt, weil ihn das Alles ja nichts anginge.
Ich bin jetzt 33 und das ich mich "einmischen" musste war bisher 3 mal der Fall, sonst habe ich mich immer rausgehalten, weil ich es für das Beste, Klügste und meinen Interessen am Dienlichsten hielt (war auch so).
Für mich bedeutet Neutralität, dass ich keine Ansichten und Einstellungen anderer zu manipulieren suche, sondern jeden seiner eigenen Freiheit überlasse. Ich bin aber überzeugt davon, dass es bestimmte Grenzen gibt, die bar jeder Religion oder Weltanschauung von fast allen Menschen (zumindest prinzipiell) geteilt werden, da sie sich aus "natürlicher Vernunft" ergeben.
Z.B. führen zwar Tiere einer Art gegeneinander Revier- und Balzkämpfe, diese enden aber nur in extrem seltenen Ausnahmefällen tödlich, da es Hemmungsmechanismen in deren Verhalten gibt. Diese gibt es im menschlichen Verhalten eigentlich auch, aber Religion, Ideologie, Rassismus o.Ä. sind die geigneten Mechanismen, diese auszuhebeln. Ein Mensch, der die Kontrolle verliert und einen anderen Menschen tödlich bedroht, handelt somit widernatürlich. Ich kann (und will auch nicht) die ganze Welt verbessern, wenn mir eine so extreme Störung der natürlichen Ordnung aber direkt vor der Nase unterläuft, sehe ich es als notwendig an, dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, so es in meiner Macht liegt und keine zu große Bedrohung für mich selbst bedeutet.
Grüße
tja, da ist was dran. Allerdings, ich bin kein Baum.
Weisst Du mit absoluter Sicherheit, wie ein Baum ein schlimmes Ereignis in seiner Nähe "bewertet"? Weisst Du, ob ein Baum nicht auch (im Rahmen seiner Möglichkeiten, wie auch immer die aussehen mögen) irgenwie interagiert?
Ich stimme Dir insofern zu, dass das Unterlassen der Bevormundung anderer Menschen sicherlich keine negativen Nachwirkungen nach sich zieht.
Programmatische Besserwisserei nervt nur und kann durch Trotzreaktionen sogar zu den eigenen Absichten widerlaufenden Resultaten führen.
![Pfeif Pfeif](https://www.pagan-forum.de/images/tdwn/smilies/pfeif.gif)
Allerdings gibt es m.E. nach durchaus Situationen, wo jemand Hilfe aktiv erbitten würde, es aber aus verschiedenen Gründen nicht kann --> z.B. er sei bewusstlos.
Ich selber wäre auch wenig erfreut, wenn ich nach Hause käme und dieses wäre abgebrannt und der Nachbar säße auf seiner Terasse und erklärte mir, er hätte die Feuerwehr nicht benachrichtigt, weil ihn das Alles ja nichts anginge.
![Evil1 Evil1](https://www.pagan-forum.de/images/tdwn/smilies/evil1.gif)
Ich bin jetzt 33 und das ich mich "einmischen" musste war bisher 3 mal der Fall, sonst habe ich mich immer rausgehalten, weil ich es für das Beste, Klügste und meinen Interessen am Dienlichsten hielt (war auch so).
Für mich bedeutet Neutralität, dass ich keine Ansichten und Einstellungen anderer zu manipulieren suche, sondern jeden seiner eigenen Freiheit überlasse. Ich bin aber überzeugt davon, dass es bestimmte Grenzen gibt, die bar jeder Religion oder Weltanschauung von fast allen Menschen (zumindest prinzipiell) geteilt werden, da sie sich aus "natürlicher Vernunft" ergeben.
Z.B. führen zwar Tiere einer Art gegeneinander Revier- und Balzkämpfe, diese enden aber nur in extrem seltenen Ausnahmefällen tödlich, da es Hemmungsmechanismen in deren Verhalten gibt. Diese gibt es im menschlichen Verhalten eigentlich auch, aber Religion, Ideologie, Rassismus o.Ä. sind die geigneten Mechanismen, diese auszuhebeln. Ein Mensch, der die Kontrolle verliert und einen anderen Menschen tödlich bedroht, handelt somit widernatürlich. Ich kann (und will auch nicht) die ganze Welt verbessern, wenn mir eine so extreme Störung der natürlichen Ordnung aber direkt vor der Nase unterläuft, sehe ich es als notwendig an, dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, so es in meiner Macht liegt und keine zu große Bedrohung für mich selbst bedeutet.
Grüße
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